Archiv für Mai 2005

Ephesus

Mai 31, 2005

Eigentlich wollten wir Ephesus auf eigene Faust besuchen, aber auf Grund der mühsamen Verbindung haben wir uns entschieden, an einem Tagesausflug unseres Reiseveranstalters teil zu nehmen.
Darum mussten wir auch um 6:45 bereit stehen. Zum Glück haben die Engländer aus dem Nebenzimmer, die uns auch schon vor die Türe geworfen haben, ihren letzten Abend gebührend begossen und uns rechtzeitig geweckt (die neuen Engländer haben uns als erstes den Wäscheständer geklaut :-( ). Nach einem kurzen Frühstückshalt und einer endlosen Fahrt durch die türkische Pampa (Hügel mit Olivenbäumen) genossen wir eine zweistündige Fürung durch die beeidruckende Ausgrabungsstätte der antiken Hafenstadt Ephesus. Von einer wilden Bibliotheke (berühmt weil voller Pergament anstatt Papyrus) bis zu einem verfallenen Bordell (mit der angeblich ersten Werbung) gleich gegenüber, findet man dort alles.

Tempel in Ephesus

Amphitheater

Danach haben wir fürstlich Grilliertes zu mitttag gegessen, worauf der obligate Teppichknüpfereienbesuch folgte. Die Fürung, inkl. feiner Apfeltee, in perfektem Deutsch war interessant und witzig, gekauft haben wir zum Glück noch keinen, obwohl Philipp im Tausch gegen seine Kamera ein stattliches Exemplar geboten wurde. Seide lag aber nicht drin, also haben wir es gelassen (1:0 für uns :-) ).

Teppichhändler

Nach einem kurzen Abstecher ins Museeum von Ephesus wurden wir wieder nach Hause gerast. Der Fahrer hat alles aus dem schitteren Bössli raus geholt. Wir werden morgen nach Izmir weiter fahren.

Bodrum

Mai 29, 2005

Zuerst eine Erfolgsmeldung: wir gehören auch nach vier Tagen zu den wenigen Touristen, die nicht von Kopf bis Fuss krebsrot sind.
Wir wohnen in einem angenehmen Hotel in Gübet, gleich neben Bodrum. Um dorthin zu gelangen, steht man einach an die Atatürk Strasse und winkt einem anfahrenden giftgrünen Minibus, Dolmuş genannt. Der bleibt überall stehen und man kann einsteigen. Dann reicht man das Geld (wer einem wohl von jedem einzelnen Geldstück entgegen grinst?) dem nächsten Passagier Richtung Chauffeur, der es dann wiederum weiter gibt, bis es vorne beim Fahrer angelangt ist, der das Rückgeld auf dem selben Weg retour gibt. Ist man am Ziel angelangt (zum Beispiel auf dem Atatürkplatz), muss man nur „stop“ sagen und durch die immer geöffnete Türe ins Freie steigen.
Bodrum hat eine schöne Bucht, mit einem riesigen Yachhafen, einer geläufigen Burganlage und trotz allem einigen Quartieren, wo man als Tourist noch schräg angesehen wird. Wir haben von Bodrum und der Umgebung ein paar Aufnahmen hoch geladen.

Strand

Süpermarket

Der lokale Reiseleiter ist ist sehr höflich und wir haben in einem Kreuzverhör gestehen müssen, wie wir die Türkei zu verlassen gedenken. Er hat nun alle Hebel in Bewegung gesetzt, uns bei dem Besorgen der Bustickets zu helfen, so dass wir wohl doch nicht mit Autostop über die Grenze müssen :)
Weil hier abgesehen vom Reiseleiter kaum wer Deutsch spricht und Englisch auch nicht allen geläufig ist, haben wir begonnen, Türkisch zu reden: es ist ganz einfach, wir sprechen Berndeutsch und ersetzen alle Vokale mit „Ü“ (es existieren zwar auch noch ein paar weitere Quotenvokale, wie das „A“ im Wort „Atatürk“, aber es geht auch ohne). Tragischerweise wird unser Dialekt nicht überall verstanden, hoffentlich ist es in Üstübül besser :)
Noch eine Frage zum Schluss: Wie sprecht ihr „Haifisch“ im Dialekt aus? Lukas schwört es heisse „Haay“, während Philipp nur von „Hey“ gehört haben will.

Die unendliche Geschichte Teil I

Mai 25, 2005

Nach einer kurzen Nacht in Winterthur (vielen Dank, Christine und Masud), einer Passkontrolle extra für Philipp und einem ereignislosen Flug haben wir unser Hotel in der Touristenhochburg Bodrum erreicht. Als erstes haben wir die unendliche Kebabgeschichte lanciert. Ausserdem haben wir bereits erste Geschäftserfahrungen gesammelt :-) , uns von der saumässigen Hitze im Meer erfrischt, einen Aussichtspunkt erobert und zum zweiten Mal göttlich zu Abend gegessen.

Weitere Adresse

Mai 22, 2005

Damit wir uns nicht die Nummer unseres Servers einprägen müssen, ist diese Seite jetzt auch unter http://irantrip.ch.vu erreichbar.

Der Plan

Mai 22, 2005

Wir haben unsere Reise nicht exakt geplant, weil wir die Länder ohne „In 80 Tagen um die Welt“-Stress erleben wollen. Immerhin haben wir eine Idee von der Reiseroute, die uns von der Südtürkei bis in den Südosten Irans führen soll.
Nächsten Mittwoch werden wir nach Bodrum abfliegen, um dort eine Woche zu baden und Reiseführer zu lesen. Dann wollen wir über Ephesos und Izmir nach Istanbul reisen. Dort müssen wir abklären, wie wir nach Iran gelangen können. Ursprünglich wollten wir mit dem Zug von Istanbul nach Teheran fahren, aber dies sei im Moment für Touristen nicht möglich. Deshalb werden wir wohl mit dem Bus fahren. Auf der Reise durch die Türkei werden wir nach Möglichkeiten und Interessen noch einige Ortschaften besuchen.
Wir werden wahrscheinlich via Tabriz und Rasht in die iranische Hauptstadt Teheran fahren und von dort aus immer Richtung Süden nach Qom, Kashan, Isfahan und Shiraz mit Persepolis. Dann weiter in den Osten nach Kerman und Mahan und wieder nordwärts in die Wüstenstadt Yazd, wo wir uns überlegen müssen, wie wir zurück in die Schweiz reisen.
Natürlich freuen wir uns über Kommentare und Vorschläge und wünschen Euch allen eine Gute Zeit.