Izmir

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Nachdem wir uns von den lustigen Receptionleuten verabschiedet und ein letztes Kebab in Bodrum gegessen haben, stiegen wir gegen Mittag in ein Sammeltaxi. Nach ein paar Bögli und Schleifen und Stau trafen wir im Busbahnhof ein. Um ein Uhr nahmen wir die dreieinhalbstündige Busfahrt nach Izmir auf.
Der Bahnhof von Izmir ist riesig und etwas dezentral. Nachdem wir einige Minuten orientierungslos mit Reisefuuml;hrer in der Hand rum gestanden sind, begann ein Fremder auf uns ein zu reden. Wir dachten er wolle uns gleich mindestens ein Hotel andrehen und waren skeptisch. Zum Glück konnte uns ein Passant auf Deutsch erklähren, dass ein Shuttlebus in die Stadt zum Service gehöre. Wir fanden sogar einen Shuttlebus, der in ein Quartier fuhr, das auf unserer Karte vor kam (unsere Reiseführerkarte umfasst vielleicht 1% von Izmir 🙂 ).
Gleich nachdem wir ausgestiegen waren, forderte uns ein älterer Herr auf, ihm zu einem Hotel zu folgen. Da wir uns noch nicht richtig orientiert hatten, zeigten wir der Dame an der Reception die Karte. Antwort: Whats that? Wir wurden zum Hotel gegenüber geführt, wo uns ein Herr eine völlig falsche Position eingezeichnet hat. Wir haben uns aus dem Staub gemacht und die Gasse mit den Billighotels aus dem Reiseführer gesucht. Gleich hinter der Marktstrasse fanden wir ein Hotel wo es „Hello friends“ heraus tönte. Mit dem Englisch war es dann doch nicht so weit her, aber wir haben dort ein günstiges Zimmer gefunden. Es hat zwar nur jede zweite Lampe eine Birne und Strom, die Steckdose fällt fast heraus, warm und kaltwasser Griffe sind verkehrt montiert und in der Dusche erreicht auch nur die Hälfte des Wassers die Brause.
Unser nächster Plan war, Lukas Schwesters Bekannte anzurufen. Da auch das Englisch einer herbeigerufenen Frau im Bademantel nicht gereicht hat, um über das Telefon zu verhandeln, machten wir uns zur Post auf. Geschlossen. Zum Glück wurden uns von einem Hemdverkäfer mit Handzeichen klar gemacht, dass sein Kollege Telefonkarten führt.
Mit Telefonkarte ausgerüstet sind wir in den Bazar los gezogen. Unterwegs assen wir den fettigsten Döner den wir je gesehen haben und fanden eine einigermassen ruhige Telefonnische. Mit etwa dem zehnten Anlaufe haben wir es geschafft, aus einer vierzehnstelligen Nummer die richtigen sieben Ziffern aus zu wählen und konnten einen Treffpunkt (ausserhalb der Karte 🙂 ) vereinbaren. Am späteren Abend zogen wir der Uferpromenade entlang und rauchten während die Sonne unterging die erste Wasserpfeife, bis einigermassen späht in die Nacht hinein. Auf dem Rückweg mussten wir fest stellen, dass der Bazar von Izmir im Gegensatz zu dem von Bodrum im verlaufe des Abends geschlossen wird und wichen auf belebtere Strassen aus. Obwohl wir den Namen unseres Hotels vergessen hatten, haben wir es auf anhieb gefunden.

Izmir

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Eine Antwort to “Izmir”

  1. bettä Says:

    hey zämä!
    ou wenn dr chli müä heit mit dr charte… dr wäg zum internet finget dr abr immer 😉 – typisch… abr isch cool, chli zläsä was dir so machet u chli feriästimmig ztankä.
    aso, gniässäts u machets guät!
    gruäss, bettä

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