Lamisar

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Unterdessen sind wir in Qazvin angekommen, wo uns am ersten Tag ein Iraner aus Holland herum geführt hat. In einem Park, den er uns gezeigt hat konnten wir einem Polizisten bei der Gartenarbeit zu sehen und in einem Teehaus mit Livemusik wurden wir in die hohe Kunst des Teetrinkens eingeführt, wobei wir uns Zunge und Finger verbrannt und viel zu viel Zucker konsumiert haben. In der Lobby unseres Hotels haben wir ein appenzeller Bikerpaar und einen rund fünfzigjährigen ägyptischen Haselnusshändler aus Serbien, der in Kuwait aufgewachsen ist, kennen gelernt. Da der Händler am nächsten Tag in der Region Alamut Nüsse auftreiben und wir dort die Burgen der Assassinen besichtigen wollten, verabredeten wir uns für den nächsten morgen.
Beim Auschecken morgens früh kamen wir in den Genuss wie der mit allen Wassern gewaschene Händler dem verschlafenen Ali von der Reception auf die Pelle gerückt ist. Ersterer wollte mit Euro bezahlen, was Ali suspekt war. Da die Bank geschlossen war, haben wir die Euro in Dollar gewechselt und da die Bank geschlossen war, brauchten wir eine Zeitung mit Kursen. Ali besorgte eine. Angewiesen die Kurse zu finden, vertiefte er sich in der Zeitung, bis wir bemerkten, dass er eine Zeitung ohne Kurse aufgetrieben hatte. Der Hotelkurs war bei 850 Tuman, aber schlussendlich war er froh, nur 880 geben zu müssen. Nach diesem zweistündigen Intermezzo fuhren wir zu acht in einem Taxi nach Razmian.
Weil es dort keine Nüsse gab, schloss sich der Händler uns an, wieso verstand er immer weniger und er weiss es immer noch nicht. Die Strasse wurde rasch zum Weg und der Weg noch schneller zum Pfad entlang einer Pipeline, an dessen Seite es immer stotziger wurde und der immer mehr Unterbrüche hatte, die immer grössere Turnübungen nach sich zogen. Endlich oben angelangt konnten wir schliesslich abschätzen, wie gross und unzugänglich die Anlage war. Aber die Aussicht war die Mühe wert. In der brütenden Hitze wieder im Dorf angekommen haben wir innert kürzester Zeit gegen fünf Liter Flüssigkeit vernichtet.

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5 Antworten to “Lamisar”

  1. Hansueli Says:

    Es ist beachtlich, wie viele Leute ihr kennenlernt. Und die Landschaft ist eindrücklich. Weiterhin erlebnisreiche Zeit!
    Hansueli

  2. reman Says:

    jo tönt eifach nu no genial
    wünsche eu no e guete reiseverlauf
    😉

    gruess
    mätu

  3. Thomi Says:

    Hallo zäme
    Jetz ha nis ändlich o düre mit de Prüefige. Si si gschafft, puh :). Am Herbscht fat d Usbildig wo ni mi sehr druf fröie ds Bärn a.
    Grad hüt, no bevor i Prüefigsresultat ha erfahre si mer z zwöit ufne guti Idee cho. E WG ds Bärn, das wär doch super! Es si afe 4i i ussicht, dert drunder o dr Joni, wo eventuell mitmache. Zwöi eigentlich scho sicher. Jetz, we dir zwe de ono würdet mitmache de si mer im im maximum sächsi.
    Wettet dir de für d WG lieber Villa oder Hochhus?
    Nei, mer näme das gschider no gmüetlich u luege de. Gniesset no öiji tolli Reis u trinket gnue (Wasser!).
    Gruess Thomi

  4. Schwe Says:

    Ig has ou mau no gschafft!!! Merci aune für’s Dumedrücke!! 😉

  5. Hansueli Says:

    Vielen Dank für Fotos und Texte. Beides löst in mir jeweils viele Fragen aus, weil ich alles noch genauer wissen möchte. Ich freue mich, wenn ich Euch später interviewen kann. Es ist beeindruckend, wie Ihr immer Leute findet, die Eure Reise bereichern und Euch helfen. Franziska

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