Angkor

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Es gibt drei Sorten Angkot-Tickets, der Eintagespass für Japaner, Dreitagespass für Touristen und Wochenpass für Archäologen. Wir haben uns einen Dreitagespass und eine Töffli-Gang zwecks Besichtigung dieser eindrücklichen Anlagen besorgt.
Bei den Ruinen handelt es sich um die Überreste der Hauptstädte der Khmer aus der Zeit zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert. Danach wurde die Hauptstadt auf Grund des Druckes von Thailand her ins Landesinnere nach Phnom Penh verlegt. Besichtigen kann man vor allem Tempel, die Teils auch als Mausoleen verwendet wurden. Es gibt vom Steinhaufen über komplett überwachsene Ruinen, bis zu recht gut restaurierten Tempelbergen alles.
Die Architektur dieser Zeit zeichnet sich durch mehrere Ebenen, Rundum-Mauern und Hügel mit steilsten Treppen, gesäumt von Löwen, aus. Die Wände sind versehen mit Skulpturen und feinen Reliefen. Leider wurden diese Verzierungen teils verschleppt und geschändet. Die Reliefs erzählen Geschichten des Volkes, aus dem Hinduismus und später aus Buddhas Leben.
Als gestern unsere Besichtigungstour einigermassen früh zu Ende kam, liessen Dorian und Lukas sich zu einem „kleinen“ Fussballmatch überreden. Nach einem wilden Ritt durch die kleinsten Nebengässchen der Stadt erreichten wir das Feld. Das Feld hatte etwas kleinere Ausmasse als die normalen Schweizerplätze, dafür aber grosse und zum Teil sehr tiefe Pfützen. Immer mehr und mehr junge Männer strömten herbei, bis schliesslich vor einer ansehlichen Menge an Zuschauern ein elf gegen elf Match lanciert werden konte. Mit Rücksicht auf unsere Stoffturnschuhe meideten wir zu Begin des Spiels die grössten Pfützen, gegen Ende steigenwir nur noch dort richtig beherzt ein. Als nach knapp zweistündigem ununterbrochenem Spiel der Ball endlich über einen hohen Zaun im Aus verloren ging, konnten wir den Abpfiff provozieren. Fazit: wir haben gewonnen (egal), je ein T-Shirt zum Wegwerfen, noch immer Schuhe zum Trocknen und den wildesten Fussballmatch unseres Lebens bestritten.
Da es abgesehen von Angkor in Siem Reap gar nichts zu sehen gibt, ziehen wir morgen Richtung Phnom Penh weiter.

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