Reykjavík und Umgebung

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Unterdessen sind wir weiter in den Norden gefahren, es wird spührbar dunkler in der Nacht. Die letzten drei Tage waren wir in der Hauptstadt. Ist wie jede Hauptstadt, einfach alles etwas kleiner und gemütlicher. Wenige Minuten im Wagen und schon ist man wieder richtig in der Pampa. In den Strassen gibts weniger aufgemotzte Geländewagen als auf dem Land – dafür auch vermehrt rumkurvende Sportwagen, wie zuhause halt. Nur werden hier viel mehr grüne Ampeln übersehen 😉 Ausserdem ist grell rosa Lippenstift in und den aus dem Boden schiessenden irischen Pubs an scheinen sich die Isländer langsam mit der Erkenntnis aus der Gendatenbank ab zu finden, dass ihre Vikingervorfahren auch keltischen Bräuten nicht abgeneigt waren. Erstaunlich für ein Land, dass die jährlich angenommenen Asylgesuche üblicherweise an einer Hand abzählen kann.
Vorgestern und gestern war Sightseeing und Museeumsmarathon angesagt. Es gibt so einen Pass für alle Busse und die meisetn Museen. Erstere fahren nur halbstündlich und Letztere haben kaum vor 11:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr geöffnet. Ich finde gerade Kunstmuseen recht aussagekräftig im Bezug auf den Stand eines Landes. Hier sind sie auch einigermassen leicht verdaulich. Ich habe viele witzige Ideen gesehen, eine Installation direkt unter der Decke zum Beispiel – man musste eine Art Leiter hoch steigen und dann den Kopf durch ein Loch stecken. Viele Faben und Motive (Blüemli, Fischli, Fabelwesen …) sind jedoch sehr nahe an Island, der hiesigen Mythologie und Landschaft. Das National Museeum zeigt hingegen wenig für Laien von unserem Scherbenmuseen unterscheidbares, abgesehen von den Animationen zu den Tofhäusern und den wenigen Resten der mittelalterlichen Holzkathedralen. Dazu kommt noch ein kleiner Island-Ballenberg.
Auch aussagekräftig sind Shopping Center. Das grösste hier ist eigentlich auch zu Fuss gut erreichbar. Es hat direkt nach dem Eingang eine grosse Information mit einem riesigen Tisch zum Geschenke einpacken. Einige Einkaufswagen sind wie Autos verschalt, den Isländern sind die Kinder sehr wichtig und sie sind verrückt nach Autos. Ausserdem waren in den Gängen Bilder vom World Press Photo Award ausgesetellt, hat mich sehr gefreut.
Schwieriger war es, einen Imbiss zu finden. Auf der Suche habe ich mehrere Busse verpasse und schon geglaubt, dass der erste Teil vom Wort „Fastfood“ hier noch nicht entdeckt wurde – immerhin habe ich es dann zu einem kleinen Hotdog gebracht.
Die Leute sind sehr hilfsbereit und offen. Gerade im Termalbad neben dem Zeltplatz kommt man leicht ins Gespräch, die Einheimischen besuchen es gut 350 mal pro Jahr. Als wir auf den Bus gewartet haben, hat uns ein kleiner, krasser Hip-Hopper ganz von selbst geholfen, den nicht gerade übersichtlichen Fahrplan zu lesen – Informieren gehört auch hier nicht zu den Stärken. Die wenigsten Schilder (auch zu touristischen Sehenswürdigkeiten) sind in Englisch gehalten.
Heute waren wir wieder etwas auf dem Land, bei Þingvellir. In der Schlucht dort hat früher das Parlament getagt und Recht gesprochen. Ab morgen haben wir den gemieteten Geländewagen und brechen Richtung Hochland auf.

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3 Antworten to “Reykjavík und Umgebung”

  1. lyq Says:

    hieufsbereiti hip-hopper, was me nid aues fingt ir wite weut 😀 chlei ming finge die fehlende kebab-stäng..
    mir si hie ou paar tag am zeutle gsi (mitem uni-vouk) und natürlech ou ganz ordentlech verschiffet worde (aber üsi zeut hei aui gha ^^)

  2. lyq Says:

    hmm, nachem zileabstang isch hie offebar der kommentar fertig.. tja dir heit sicher fröid wes grad 2 si :D..

  3. Administrator Says:

    Wi siter gsi? Gseht mae eigetlech au die komische Buechstabe woni ifuege, oder choemae viu Chaeschtli?

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