Hochland

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Wir hatten also einen Mietwagen, einen edel weinroten Land-Rover Defender 110 Td5. Trotz der imensen Ausmassen enger als der Kangoo, dafür merkt man nicht mehr ob er leer oder vollgeladen ist, kommt überall durch und säuft nur das Doppelte.

Land-Rover Defender

Am ersten Tag fuhren wir am Geysir (der Geysir, Namensgeber aller Geysire) vorbei nach Vík, dem Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen im Hochland. Von dort aus gings am nächsten Tag in die Laki-Region. Dort fand 1783 ein riesiger Vulkanausbruch statt, der grösste Lavastrom der Erde wurde los getretten und hatte 20 Jahre um ab zu kühlen. In dem riesigen Lavafeld sind rund 130 begrünte Krater wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht. Der Laki selbst lag im Nebel und wir mussten uns mit einem Spaziergang unten und einem Kratersee begnügen. Die Pisten waren zwar teils recht schitter, aber die Flussdurchfahrten nicht sehr heikel. Am dritten Tag fuhren wir nach Thorswald, einem kleinen Wäldchen weit hinten in einem Tal. Von den Furten her die anspruchsvollste Fahrt, aber dank trockenem Sommer und richtigem Gefährt kein Problem. Die gefährlichste Querung haben wir uns geschenkt und einfach die Fussgängerbrücke genommen – danach ist sowieso Endstation. Von dort aus hat man bereits in die Landmannalaugar-Region, dem Ziel unseres finalen Zweitägers gesehen. Der Name Landmannalaugar bedeutet das „warme Wasser der Landmänner.“ Dort kommt Wasser aus einer warmen Quelle mit einem Gletscherfluss zusammen, so dass man in weiten Teilen der Flüsse bei angenehmen vierzig Grad baden kann. Die Fahrt dort hin war wunderschön und dank sandigem Untergrund recht konfortabel. Es wird immer karger, dann kommen wiederum grün bemooste Lavafelder und zum Schluss die rötliche Vulkanlandschaft, die wir am nächsten Tag ausgiebig durchwander haben, bevor wir durch ein anderes schönes Tal zurück nach Rejkiavík fuhren.

Brennisteinsalda

Hier hat die Sonne geschienen, die Einheimischen lagen alle bei vierzehn Grad auf den Liegestühlen neben dem Bad, während wir den heissen Töpfen klar den Vorzug gaben … Ein alter Mann hat aus der offenen Dusche aus vollem Hals eine Arie über das Becken geschmettert und auch beleibtere Herren liessen es sich nicht nehmen, zur Feier des Tages einen flachen Köpfler mit riesigem Effekt direkt ins seriöse Schwimmerbecken zu machen. Am klaren Abend haben wir meine Geschwister zum Flughafen gebracht und dank der guten Fernsicht konnten wir dann den Snæfell samt Gletscher bei Sonnenuntergang kurz vor Mitternacht sehen.
Wir fahren nun durch den Süden der Insel züruck zur Fähre.

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Eine Antwort to “Hochland”

  1. lyq Says:

    jep, die komische buechstabe werde hie ou aus komischi buechstabe azeigt, isch d müei sicher wert. es isländisches bad chunnt uf jede fau mau no ufd lischte mit de things to do ^^. übrigens erwarteni de no es fötteli fo meterhöche fontäne, emne defender ir mitti, ungerleit vomne isländische flüssli

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