Bakau

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Uns gefällts nach wie vor hier in Bakau. Vom Balkon aus sieht man direkt auf den Strand. Im Gegensatz zu den touristischen Stränden weiter unten wird man hier einigermassen in Ruhe gelassen. Die Einheimischen rennen am Strand entlang, spielen Fussball oder fischen. Von aussen sieht das Hotel zwar recht baufällig aus, aber innen ist es schön, mit einem guten Restaurant und anzüglichen, geschnitzten Statuen, wie sie bei uns undenkbar wären.
Ich konnte ein weiteres Visum für Senegal machen lassen. In allen Reiseführern steht, dass dies rund 24 Stunden dauere. An der Botschaft hängt ein Zettel, man könne Visa nur Montags und Mittwochs machen lassen, ich war Dienstags dort. Ich war dann doch so unanständig und habe nachgefragt. Siehe da, es geht doch jeden Tag aber dauert dann deren drei. Dafür hat es mich einen Zehntel dessen gekostet, was in der Schweiz. Zurück aus der Stadt kam ich in einem mit Weihnachtsbaumschmuck verzierten Taxi. Ein kleines Kind hat mich die halbe Fahrt über angegrinst und dann plötzlich zu schreien begonnen.
Ganz in der Nähe gibt es einen botanischen Garten, mit extrem vielen Stechmücken. Ich hatte dank langen Hosen keine Probleme, aber die Mädels haben es nicht sehr lange ausgehalten, da wir kein Spray dabei hatten. Neben Pflanzen mit farbig gefleckten Blättern gibt es dort viele Schmetterlinge und ein paar schöne blaue Vögel. Ausserdem ist etwas weiter im Ort einen Krokodil-Teich. Die Krokodile zu berühren helfe für und gegen alles. Der angebliche Sohn des Häuptlings des Dorfes hat uns dort hin geführt. Wir mussten dann noch bei ihm zuhause ein Catfish-Gericht essen, was wie Katzenfutter gerochen hat und immerhin genug scharf war, dass rd problemlos runter ging und meine Verstopfung bin ich auch los 😉 Wieder beim Hotel hat er mich dann für Geld gefragt, um sich irgendeine Salbe gegen Fusspilz zu kaufen. Erst habe ich mich gefragt, warum man gerade in Gambia so oft „Live is so hard in Africa, you know“ und Ähnliches hört, aber vielleicht ist es hier besser als rundum, weil solche Geschichten derart gängig sind. Besonders Dreiste erklähren einem, dass gerade solche Belästigungen ein grosses Problem in Afrika seien, während sie einem was auftischen … Auf jeden Fall schlägt sich die verhältnismässig hohe Alphabetenquote von 37% in vielen Book-Shops nieder.
Gestern war dann Künstlertag und alle haben uns für irgendwelche Farbe zum Malen oder Felle für Trommeln angebettelt. Wir sind zum Bijilo Wald Reservat gefahren, hier besser bekannt als Monkey-Park. So wie dieser Palmenwald hat früher die ganze Küste von Gambia ausgesehen. Gleich beim Eingang wird einem ein kostenloser Guide verpasst und hat es ein Schild, dass man die Affen nicht füttern soll, weil sie seither aggressiv dem Stand entlang von Hotel zu Hotel ziehen. Aber nicht einmal die offiziellen Guides scheren sich darum. Dafür sind die Äffchen recht zahm und man sieht ihre Kleinen beim Spielen. Die grössere Sorte Affen hingegen hat Angst vor Menschen. Vögel haben wir auch wieder ein paar gesehen. Heute gegen Abend wollen wir noch ein Vogel Reservat besuchen und morgen einen Nationalpark, dann fahren wir dem Gambia-Fluss nach Land einwärts.

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