Belgrad

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Ich bin wohl behalten in Belgrad angekommen. Im Bus wurde ich unsanft durch ein als Wasser gekauftes, künstldich nach irgendwas schmeckendes Getränk an eine Weisheit erinnert, die uns Fritz damals auf den Weg in den Iran gab. Ich weiss den Wortlaut nicht mehr, aber es lief auf „Cola ist überall Cola“ raus. Bald einmal wurden die Pässe eingesammelt, EU-Grenze. Am nächsten Morgen wurde dann Schmiergeld gesammelt für die andere …
Hier stachen mir vor allem die vielen Leute mit Mäppli unter dem Arm ins Auge. Sowas meidet man zu Hause besser, aber hier haben das alle. Ein paar Sammelnden sind auch darunter, aber deren Reaktionen an sammelt es sich auf englisch schlecht.

St. Markus-Kirche

Ich habe mich dann in der Altstadt herum getrieben. Kaum irgendwo bezahlt man was im zweijährigen Lonely Planet steht — entweder wollen sie das Doppelte oder gar nichts.
Um zum Museeum der serbisch-orthodoxen Kirche gelangen muss man erst durch deren ganze Verwaltung irren. Das Militär Museeum findet einem dann von selbst, wenn man zur Zitadelle hoch geht steht man plötzlich inmitten von Panzern. Als Student genoss ich dort einen Rabatt von 50%. Ausgestellt ist, was sich die Angreiffer und Rebellen halt so abluchsen liessen. Alles in allem ziemlich vollst&auml,ndige Sammlung, vom Mini-Panzer fürs Kinderzimmer, über den Klassenzimmer-Mörser bis zur Turnhallen füllenden Kannone, Feuerwaffen (auch „unser“ Sturmgewehr), F117-Stücke, Splitterbomben, etc. Zu meiner Freude stand da sogar ein Humwee 😀
Die Zitadelle Kalemegdan selbst geht auf die Kelten zurück, wurde rund 115 mal umkämpft und mindestens 40 mal wieder aufgebaut. Dahinter ist die Belgradsche Freiheitsstatue. Es ist ein nackter Mann mit einem Falken, dem slavischen Symbol für Freiheit, auf dem Arm. Er stand früher in der Innenstadt, wurde aber in einem Anfall von Prüderie hinter die Zitadelle verbannt und weg schauen muss er auch noch. Das zu hören hat mich schon etwas erstaunt, nach dem endlosen, lächerlich lauten Gestöhne in der Schnulze im Bus …

Victory monument

Zum Abendessen gab es Lamm, mit Kartoffeln und gemischtem Salat (sprich ein Blatt Kopfsalat und eine Frischkäse-Pepperoni-Kombination darauf). Es war wunderbar und als Lonely Planet „Authors-Choice“ unterdessen gut doppel so teuer.
Falls es jemand noch nicht wissen sollte, ich treffe heute abend meinen Schulfreund Milos, der hier studiert und will mich in den nächsten sechs Wochen etwas in der Region umsehen. So, das war der erste Eintrag aus dem Ausland unter Linux 😀

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Eine Antwort to “Belgrad”

  1. camillobruni Says:

    hola señor. ich mich inspisieren lassen ;).
    camillobruni.wordpress.com
    bin momentan in mexiko. wünsche dir noch viel spass bei der weiterreise.
    gruss camillo.

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