Montenegros Küste

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Letzte Nacht bin ich noch ewig mit dem Berater auf der Terasse gesessen, bin heute nicht so da. Die Tour ging nach Kotor und Budva, zwei Städtchen an Montenegros Küste. Die Küste an sich ist schön, mit Fjorden und Sandstränden. Montenegro hat als einziges Land den Türken die Stirn geboten, gehörte dann zu Österreich-Ungarn und hat in den letzten Kriegen an der Seite Serbiens gekämpft. Seit dem Referendum 2006 ist Montenegro von Serbien unabhängig.

Fjord von Kotor

Kotor hat einige Kirchen zu bieten und ich musste wieder auf der Befestigung rumkrackseln, Ausblick war zwar nicht so toll, dafür wars echtes Mittelalter. Wieder unten kam da dieser ami-asiatische Bodybuilder mit spanischem Namen „What, you have been up there? WHY?“ 😀 Die Stadt fühlt sich irgendwie echter an, ist nicht so raugeputzt und halt auch nicht derart gut aufgebaut wie Dubrovnik. Dubva hingegen ist sehr gemütlich, nicht viel Volk.
Hier gibt es kaum mehr westliche Touristen, fast nur noch Ex-Sovjets. Die Russen haben alles aufgekauft und bauen Hotel an Hotel. Die Verschiebung im Zielpublikum sieht man auch den Souvenierläden an 😉 Bisschen Bootli fahren und wunderbarer Fisch waren auch drin.
Nachdem mich ein paar Typen in die Pampa geschickt haben und ich den Busbahnhof doch noch gefunden habe, bin ich weiter in die Hafenstadt Bar. Meine Sprachkentnisse nützen hier kaum mehr und dass ausser Reizwäsche-Boutiquen nichts offen hat, macht es auch nicht besser. Insbesondere die Reiseagenturen haben entgegen Angaben auf Türe und im Reiseführer allesamt geschlossen … Immerhin konnte ich mit den Damen am Ticketschalter am Bahnhof gut kommunizieren, wobei die eine nur Buse und die andere nur die Züge kennt. Sie wussten sogar, wo man umsteigen muss — aber wann und ob die Anschlüsse fahren wissen auch die nicht 😀
Musste recht lange nach einem Zimmer suchen. Bei den unzähligen „Sobe, Rooms, Zimmer“-Schildern hatte ich kein Glück. Irgendeiner konnte mir dann via Dolmetscher am Handy etwas bei älteren Leuten vermitteln — teuer, dafür scheint morgens an den Busbahnhof stellen mit drin zu sein (hoffentlich mit dem klapprigen Lada Niva und nicht mit dem neuen Ford 😉 ).

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