Gjirokastra

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Gjirokastra wird auch Stadt der tausend Stufen genannt, nicht zu unrecht. Stufen gibts zwar kaum, aber hoch und runter gehts die ganze Zeit. Alle Strassen in der Altstadt sind mit schwarzem, rosa und weissem Stein gepflastert, ich mag das 🙂 Es war die zweite Museumsstadt der Volksrepublik Albanien und gehört nun zum UNESCO Weltkulturguterbe. Ansonsten alles wie gewohnt. Die Zitadelle auf dem Hügel ist gut erhalten, sie wurde bis 1971 als Gefängnis verwendet und beherbergt nun ein Museum voller kommunistischem Pathos. Die Zellen sieht man nur wenn man aufs Klo geht und von den Leuten (Kriminelle gab es damals ja nicht, oder?), die dort eingesperrt wurden, kein Wort — höchstens gut versteckt und in Albanisch. Aber die Aussicht ist toll und man kommt auch morgens in der Früh rein, Bauarbeiter und Wächter sind schon dort. Die dunklen Häser aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind teils recht verfallen und die Plattenbauten rundum stehen ihnen kaum nach. Auch abends läuft wenig, da es eine Studentenstadt ist und die nun an der Küste im Urlaub sind.

Pflaster in Gjirokastra

Gjirokastra

Das Hotel ist für hiesige (und meinige) Standards eher teuer, dafür hat mich der Manager auf ein Eis eingeladen, als ich ihn in der Strasse gekreuzt habe und mir Tölpel gleich noch eins gekauft, als es mir auf den Boden fiel 😉 Meine Wäsche war so schnell gewaschen, dass ich mich bereits für den Abendspaziergang frisch anziehen konnte. Das Früstück mit Feigenkonfitüre und Ziegenkäse war auch toll und das Zimmer hat schön geschnitzte Decke und Schränke. Die Mücken sind aber derart in Überzahl, dass ich mir eine Creme dagegen gekauft habe, Licht in der Dusche braucht ja niemand und Warmwasser ist Gückssache 😉
Auch von der Postkartenfront gibt es Neuigkeiten. Damals in Kruja habe ich für 25 Lek 10 Lek-Marken gekauft, hier wurden mir 40 Lek-Marken für 40 Lek angedreht. Damit wäre es ungefähr wie die schweizer B-Post. Ich habe mich etwas gesorgt, immerhin waren die Karten für die Grossmütter bei der ersten Serie, aber der Manager meinte nur „Don’t worry“ 🙂
Ich fahre jetzt nach Saranda an die Küste zurück und versuche von dort ein Ticket für eine Fähre nach Italien zu organisieren.

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Eine Antwort to “Gjirokastra”

  1. lüku Says:

    huhuu
    „Dort hat mir ein Typ erzählt, von hier aus fahre heute kein Bus mehr, aber er hätte gerade Pause und würde mich für viel Geld in die nächste Ortschaft stellen“ – werum tönt jetz das so ungloublech bekannt 😀 hahaaha herrlech, mau wieder e „hie-isch-aues-zue-aber-ig-chadi-grad-amne-angere-ort-härefahre-wod-poscht-abgeit“-typ. no es grinse zur glace und witerhin vieu spass 🙂
    gruess

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