Butrint

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Auch nach Saranda bin ich gleitig gekommen. Ein Taxifahrer wollte mich zwar für sein Taxi begeistern, er wäre schneller dort. Aber da kam bald ein Minibus und der ist gerast was das Zeug hält, egal wieviel die Kinder geheult und gekotzt haben …
In Saranda gibt es ausser Blöcken in allen Bauphasen und lokalem Strandtourismus nicht viel zu sehen, die Sehenswürdigkeiten liegen ausserhalb. Seit kurzem gibt es auch eine Herberge, aber Reisende aus Spanien haben sie erfolglos gesucht und mir dann ein günstiges, nicht zu verfehlendes Hotel empfohlen. Auf der Zielgerade wurde ich von einer älteren Frau abgefangen, die mir ein schumriges Zimmer für zehn Euro vermietet hat. Zum ersten Mal war mein Pass egal, nur Geld wollte sie sehen. Ihre Tochter konnte gar etwas Englisch und so konnte mich der Vater auf ein Bier einladen und ich das Gepäck am nächsten Tag dort lassen.
Auf der Suche nach einer Karte für die Fähre habe ich mal wieder den Holländer Martjin gekreuzt, er hat die Herberge nach zwei Stunden gefunden und mir gezeigt. Wir haben zusammen zu abend gegessen und uns für den nächsten Morgen verabredet, um die Ruinen von Butrint zu besuchen. Die ausgrabungsstädte liegt auf einer Halbinsel in einem Nationalpark, wo in den letzten 2500 Jahren verschiedenste Kulturen gesiedelt haben. Abgesehen von der Vielfalt nicht allzu spektakulär und die tollen Mosaike sind alle mit einer Schicht aus Sand geschützt, aber alles ist sehr informativ beschildert — da könnte sich manchere grössere Sache eine Scheibe abschneiden. Um acht waren wir dort, vor der Hitze und den Touristenströmen. Hätten wir den ersten Bus genommen hätten wir um den Zaun steigen müssen, obwohl die Dame der Touristeninformation gemeint hat, es würde für den ersten Bus geöffnet. Ihre Brochure wusste aber auch nichts vom Bus zurück um elf, ohne ihn hätte ich die Fähre für Corfu verpasst, die Rückfahrt war nämlich recht harzig, wegen der schmalen Strasse und dem vielen Gegenverkehr. Die Gesichter und verkrampften Hände der Leute in den entgegenkommenden Fahrzeugen waren unbezahlbar 😀
Corfu ist wohl das Schlimmste was ich je gesehen habe, was Touristen angeht. Jedesmal wenn ich gefragt habe, wann die Fähre in Bari ankommt wurde mir eine spätere Zeit genannt. Der Bahnhof sei auch gleich neben dem Hafen, eine Viertelstunde entfernt vielleicht … Ja, eine Viertelstunde im Taxi und sonst hätte ich den Zug verpasst. Seit Mitternacht bin ich zuhause, die Karten aus der ersten Serie haben es sogar vor mir geschafft 🙂

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Eine Antwort to “Butrint”

  1. Hansueli Says:

    Willkommen zu Hause!

    Ich freue mich schon auf die Fotos von deiner Reise!

    Pa

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