Taj Mahal

by

Wir haben nun die Reiche der Rajputen Richtung Terretorium der Moguln verlassen. Die bauen ein wenig anders und waren wohl noch etwas mächtiger. Beim Bus sollten wir eine halbe Stunde vor Abfahrt sein und der fuhr dann auch gleich los, machte bald eine gute Stunde Pause und zum Schluss waren wir mal wieder eine gute Stunde später in Agra. Die Rikscha liess sich entgegen allen durch Reiseführer geschürten Erwartungen locker auf einen fairen Drittel runter handeln und stellte uns ohne Faxen beim Hotel ab. Die Reservation ist zwar unter gegangen, aber die hatten doch Platz.
Vorgestern Abend reichte es noch für Fort Agra, einem noch etwas eindrüklicheren Palast, mit Wassergraben, Moschee und allem was so dazu gehört. Leider darf man nur einen kleinen Teil besuchen. Die Sicht auf den Taj Mahal ist aber prächtig, er liegt gleich auf der anderen Seite des Flusses. Sein Erbauer wurde von seinem Sohn gestürtzt und in einem Turm vom Fort eingesperrt, mit Sicht auf die Grabstätte.
Den Taj Mahal haben wir uns für gestern morgen früh gespart. Ab sechs Uhr kann man rein. Die Sicherheitskontrollen sind sehr streng, da wurden Leute wegen einer Tüte Chips zurück zu den Schliessfächern geschickt — nichts mit weg werfen. Aber dass meine Fototasche einen doppelten Boden hat, wo immerhin das grosse Tele rein geht, hat noch keiner gemerkt 😀

Taj Mahal

Spannung und Erwartungen waren imens. Die Anlage selbst ist wunderbar. Ein langer Garten mit dem wegen der Reflektionen berühmten Brunnen führt zum Mausoleum. Rundum sind rote Mauern, mit Geb&auuml;den drin. Leider weit weniger gepflegt, als dar Taj selbst. Am Geld kann es kaum liegen, der Eintrittspreis für foreign friends ist fünfundsiebzig mal höher und recht saftig. Ein einziger Bus voller Touristen — und davon kommen täglich ettliche — würde locker für das Monatsgehalt eines Arbeiters reichen. Der Taj selbst ist von allen Seiten sehr elegant schon fast modern. In seinem weissen Marmor sind feine Mosaike und im Innern auch Schnitzereien. Lediglich die Kuppel ist eine Enttäschung.
Um acht waren wir fertig. Schon dann ist alles voller Besucher und die Stimmung defintiv weg. Statt Kopftüchern — wie es bei einer Moschee üblich wäre — sind Schuhüberzieher im Ticket inbegriffen. Angestellte bitten eher aggressiv um Trinkgelder (auch wenn gleich hinter ihnen gross „free service“ steht) oder fordern einen auf Geld irgendwo rein zu werfen und finden auch zahlreiche Deppen, die das grosszügig unterstützen … Fazit: als Gesamtanalage durchaus sehenswert, aber sehr touristisch und ziemlich überbewertet.
Nach einem Frühstück auf der Terasse mit Sicht auf den Taj Mahal sind wir mit einem Taxi fünf Stunden nach Dehli gefahren. Nur so konnten wir nach der Besichtigung am morgen den Flug am Abend erwischen. Heute ist unser wohl verdienter Tag am Strand von Goa, zurück bei der ganzen Bande. Morgen gehts ins Landesinnere, zum Dorf Hampi, Ruinen warten.

Advertisements

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: