Kopenhagen

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Da ich unterwegs gerade so gut auf Neuigkeiten bezüglich Bewerbungen warten kann, bin ich mit Ste spontan nach Kopenhagen zu einem Schulfreund gefahren, der da mit seiner Frau (jaja, wir werden langsam alt …) ein Auslandsemester macht.

Dänische Architektur

Auf den ersten Blick fallen vorallem die grossen Radstreifen auf und die Skaterhelme, die hier unter Velofahrenden sehr angesagt sind. Ziemlich irritierend, vorallem mit grauen Haaren drunter. Und sie ziehen sie auch in der Einkaufsstrasse nicht aus! Mit dem Dänischen ist es ein bisschen wie mit dem Türkischen, man nimmt das Wort aus dem Oberländischen (zum Beispiel Möbl), fügt „er“ hinzu (wird zu Möbler) und verschluckt die Endung beim Aussprechen fachgerecht. Ähnlich ist es mit der dänischen Architektur, man nimmt Backsteine (Backsteiner) und verziert ein bisschen mit Glas (Glasur). Wenn man etwas raffinierterer bauen will, nimmt man halt noch eine zweite Sorte Backsteine dazu.

Opernhaus Kopenhagen

Gestern haben wir im Nationalmuseum verbracht, was nicht nur an den kurzen Öffnungszeiten von elf bis fünf lag. Vorallem die Ausstellungen mit prähistorischen Funden und Künstlern aus den Emiraten fanden wir toll, daneben haben sie grosse Ausstellungen zu Völkerkunde und dänischer Geschichte. Heute sind wir auch nicht weiter gekommen, das staatliche Kunstmuseum ist ähnlich weitläufig. Es umfasst dänische und ausländische Werke von 1300 bis heute, wobei die Dänen auch an internationalen Grössen wie Matisse oder Picasso einfach vorbeiziehen, um die riesigen Hallen mit dänischer Kunst zu besuchen. Erst wenn Bjørn Nørgaard (der dänische Hirschhorn) am Bildschirm einem Pferd den Bauch aufschlitzt, versuchen die Hipster-Eltern ihre Kinder diskret weiter zu schleusen 🙂 Er kann aber auch ganz schöne Skulpturen machen, die Sonderausstellung mit seinen Werken ist super.
Dass wir noch nicht wirklich weit von Deutschland weg sind, haben wir heute gesehen: Sogar die zur Ablösung marschierende köngliche Leibgarde hält an der roten Ampel! Wir haben noch ein paar Museen vor uns, dann fahren wir wohl via Oslo nach Bergen. Wir haben versucht am Bahnhof eine aktuelle Interrail-Karte zu kriegen, aber die kriegt man partout nur, wenn man sein Interrail auch hier kauft. Dermassen bürokratisch und unflexibel — dabei werden die hier ja nur von Sozialdemokraten regiert 😉

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