Sognefjord

by

Dummerweise war gerade Sonntag und da ist in Bergen ziemlich tote Hose. Auch war kein einziges Internetkaffe offen, so konnten wir nicht heraus finden, ob und was für Unterkunft in Vik offen ist. Nach Vik wollten wir, um die einzige Stabkirche, die ausserhalb der Saison geöffnet wird, anzusehen. Weil die Touristen-Saison zu Ende ist, fahren nur noch Express-Fähren und so sind wir ziemlich schnell von Bergen weg gedonnert, entlang der schönen Küste, mit vielen kleinen Inseln, im tollen Abendlicht. Etwas oberhalb geht es wieder Land einwärts, in den Sognefjord. Es ist der grösste Fjord der Welt, also genaugenommen der breiteste, tiefste und längste — da sind sie ganz besonders stolz drauf 😉

Hafen von Vik

Es hat ziemlich gezogen und wäre auch ohne kalt genug gewesen. Bald war es komplett dunkel und Vik ist auch nicht gerade weit. Gleich neben der Anlegestelle ist ein Camping, der auch Hütten vermietet. Wir haben mal den Besitzer angerufen und als der auf die Frage, ob es denn sehr kalt wird, mit „mh näääääääääääj“ geantwortet hat, haben wir uns so ein Häusschen im Grünen gemietet.
Auch hier gab es kein Internet, mein Netbook hätte uns viel Ärger erspart … Also mussten wir via Telefon abklären, ob sich nun ein Guide finden liess, der uns die Stabkirche Hopperstad zeigen kann. Da uns der Chef vom Denkmalschutz noch nicht geschrieben hatte, haben wir ihm unsere Nummer per SMS von zuhause aus mailen lassen. Leider hat er an der nummer +4179… die Landesvorwahl vermisst und statt das einfach mal in sein Telefon zu tippen ettliche durchprobiert. Auch die Schweizerische und dabei ist ihm kein Lichtlein aufgegangen. Da wir dem Guide zuwenig nach Leuten ausgesehen haben, die für eine Besichtigung ausserhalb der Saison zehn Eintritte springen lassen, hat er uns auch nicht angesprochen, obwohl wir zufällig zu derselben Zeit bei den Kirchen rumgestrolcht sind.
Weil wiedermal Regen überfällig war, haben wir diese Niederlage hingenommen und sind Dienstag frü mit dem Bus weiter. Der Nebel lies nichts Gutes erahnen, aber auf dem Hochplateau oben war der Himmel wieder gewohnt wolkenlos und die Landschaft wunderschön, obwohl sie in keinen Reiseführer erwähnt wurde. Abgesehen von uns waren nur paar Grosis im Bus, irgendwo im Nirgendwo mussten wir in der eisigen Kälte auf einen anderen Bus warten, der dann gerammelt voll Touristen war. Er brachte uns zum Nærøyfjord, dem wohl engsten Fjord, Unesco Weltkulturgut.
Durch ihn fährt eine Fähre, auf der wir doch noch etwas fernöstliche Massentourismuskultur erleben durften … Da steigt man mal ein, besetzt mit einer Tasche einen Sessel mit möglichst guter Sicht an der Wärme und mindestens einen weiteren Stappel Garrtenstühle auf dem Dach und für den Rest werden die Ellbogen weit ausgefahren. Der Nebel war auch wieder da und zum Schluss fährt ein ziemlich teures Bähnli auf das sie auch ganz stolz sind, den Fjord hoch, zurück zur Bergen-Oslo Linie, wo die Japaner auf den besten Plätzen im Speisewagen SMS schreiben …
Es war nicht ganz so schlimm, wie das jetzt wohl tönt 😉 Die Landschaft ist wirklich herrlich, die Stabkriche auch von aussen ganz eindrücklich und die Norweger ganz sypmathische und freundliche Menschen.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: