Hochebene

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Wir hatten Glück und Sergio Cortez konnte uns trotz viel anderer Arbeit doch noch ein paar Tage die Hochebene zeigen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern plant er eine extra Nacht Camping ein, noch so bedeuten die 1200km viel fahren.

Montag fuhren wir also nach Colchane (3500 m.ü.M), dem zweitgrößten Dorf in der Hochebene im Norden Chiles. Der Weg führt an den Salpeterminen und dem in einen Hügel geschabten Gigante de Atacama vorbei, entlang ausgetrockneter Flüsse, wobei die Vegetation langsam zunimmt, bis erste Hasen mit langem Schwanz auftauchen, dann Esel und Strauße und schließlich Lamas, die im romantischen Gewitter gemächlich zur Sache gingen 🙂

Nicht nur wir bekamen die gut vier Kilometer Höhe zu spüren, auch die Autos mussten kämpfen. Den Van (nur wenige Fahrzeuge sind in Chile für den gewerblichen Transport zugelassen, keines mit Allrad) musste man immer mal wieder von der Batterie trennen — Reboot tut gut — und der Pickup hat ein wenig Äther zum Starten gekriegt.

Civet Adventures

Am zweiten Tag fuhren wir erst durch das Ayamara-Dorf Isluga mit seiner malerischen Kirche. Danach sahen wir abgesehen von zwei Hirten in der Ferne den ganzen Tag keine Menschen mehr. Es ging über einen 4700m hohen Pass an den Salzsee Surire, wo wir uns eine heiße Quelle mit den Flamingos teilten und campierten.

Vicuña II

Glücklicherweise war die Nacht nicht sehr kalt, aber der Regen hat die Pisten mit Pfützen übersät und eine Brücke weggeschwemmt. Wir konnten furten, die Polizei warnte uns aber vor dem zweiten Pass und so nahmen wir den längeren Weg nach Putre durch die Ebene. Der einsetzende Regen und der Nebel sagten uns, dass das richtig war 🙂

Putre ist der größte Ort in der Hochebene, fühlt sich etwas nach Basecamp an und wir erholten uns im besten Hotel des Hochlands. Bei der Ankunft wurden wir gleichgültig aus der Türe beäugt, dann aber gemütlich und eigentlich ganz anständig versorgt und verabschiedet. Zum Apero gibts Pisco Sour im Restaurant.

Auf der Rückfahrt via Arica waren wir recht bald unter dem Nebel wieder im Trockenen. Die sandigen Täler hatten noch grüne Böden von den Flüssen aus der Hochebene. Ein Hare-Krischna-Dorf hats auch. Arica ist eine recht touristische Stadt am Meer, mit einer von Eiffel gezeichneten Kirche aus Metall.

Marien-Figur

Übrigens hatten nicht nur wir unser Abenteuer; ein deutscher Flugschüler, der sich zu den besseren 50% aller Piloten zählt, hat sich beim „Streckenfliegen“ das Bein gebrochen und dann wurden der Gruppe vor dem Spital alle Schirme aus dem Bus geklaut. Immerhin haben sie es damit auf die Frontseite der Zeitung geschafft. Normalerweise nehme ich mir ja gewisse Freiheiten, aber das stimmt so wirklich!

Mit einem kurzen, aber lebendigen Flug hat heute die letzte Woche Ferien angefangen. Nachmittags war der Wind wieder so schwach, dass mann gegen den Wind seiken konnte, aber gestern soll gut gewesen sein und die Hoffnung stirbt zu letzt 🙂

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