Barcelona Skurril

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Meine häufigen, ausgedehnten Spaziergänge haben mich zwar noch nicht zum Dali- oder Miro-Museum geführt, aber ich kann durchaus verstehen, dass Barcelona Surrealisten inspiriert hat. Aus aktuellem Anlass hier ein paar Müsterli 🙂

Strasse

Wenn ich zum Beispiel mit meinem Rucksack, der ja schon gross ist, aber nur etwa halb so gross wie ich, durch Barcelona gehe, da werde ich angeschaut wie mindestens von einem anderen Planenten. Aber wenn da zwei kleine Mädchen, sicher keine zwölf Jahre alt, mit doppelt so grossen Surfbrettern auf die Metro warten, ist das das Normalste von der Welt!

Über die Exotik meiner grünen Skijacke brauchen wir gar nicht erst zu sprechen, obwohl mitten in der Stadt eine Ski bar steht. Die sieht aber von aussen ziemlich edel aus (ganz im Gegensatz zum alpinen Pendant …). Dorthin führt eine Gasse voller Lampenläden mit Namen wie Obelux und Abelux (Lux ist Katalan für Licht). Auch immer noch überraschend sind die Gesundheitsläden, mit Yogi-Teeli und Räucherstäbchen direkt neben riesigen Bodybuilder-Protein-Dosen im Schaufenster. Manchmal spielt ein Orchester vor der Kirche und PassantInnen tänzeln dazu sehr ernst im Kreis um Ihre Rucksäcke und Mäntel herum (und wer nicht tanzen kann, der schwingt halt eine Katalonien-Fahne im Takt).

Sonntag wollte ich mir Captain America ansehen. Der Film ist hoffentlich so gut, dass ich auch ohne Spanisch zu verstehen Spass habe und bei synchronisierten Filmen besteht immerhin die Chance, dass langsam genug gesprochen wird, so dass ich allenfalls sogar etwas aufschnappen könnte.  Da ist aber schon nachmittags um fünf die halbe Mall angestanden (und es wurde immer schlimmer), so bin ich halt am Strand entlang nach Hause spaziert. Direkt hinter dem Hilton. Dort werden Wolkenkratzer und Autobahnen aus dem Boden gestampft und direkt am Stand ist vor Allem ein riesiger Parkplatz und es hat nach Industrie oder Kehrichtverbrennung gestunken. Ungefähr so stelle ich mir eine chinesische Industriestadt vor.

Sportgerät

Ausserdem wurde ich heute offiziell von der Administration willkommen geheissen, sprich mir wurden eine Stunde lang Werbe-Filmli gezeigt. In meinem Liebling werden die Departemente des Zentrums vorgestellt und dazu rennen und klettern Kinder durch die Gegend — das haben Andere auch schon besser hingekriegt … Dann wurden uns noch so wichtige Büros wie das für Radioaktivität gezeigt und das Gesundheitswesen/Ferienregelung/… etwas erklärt. Zugangskarte, e-Mail oder Vertrag haben wir natürlich immer noch nicht, trotz provisorischem Diplom. Aber ist ja kein Problem, weil auch zukünftige Angestellte bereits gratis Rechtsbeistand geniessen — dachte ich, Arbeitsfragen sind jedoch explizit ausgenommen 😀

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