Ostern

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Mein Plan, Ostern in Organya zu verbringen, ist ganz heftig in den Massen von Touristen untergegangen. Das Übel nahm seinen lauf, als ich fest stellen musste, dass ein Mietwagen nun 250 statt 50 Euro für vier Tage kosten würde. Die Preise waren noch kurzfristiger bei 250 Euro pro tag — ausser Transporter, die wurden nicht teurer 😉 Kein Problem dachte ich, dann nehme ich halt den Bus, der Fahrplan ist zwar völlig unpraktisch, aber für vier Tage lohnt sich das (sozusagen). Als ich dann in der Jugendherberge reservieren wollte, war die ausgebucht. Wie die andere günstige Option in Gehweite … Barcelona selber war übrigens nicht so voll. Viele Geschäfte waren geschlossen, viele Einrichtungen gar die ganze Woche und es gibt jedes Jahr einen richtigen Exodus.

Also bin ich Karfreitag kurzerhand mit einem Arbeitskollegen nach Tarragona gefahren, um die Prozessionen zu sehen. Beim Ticketkauf fünf Minuten vor Abfahrt des Schnellzuges wird man nicht einmal gefragt, ob man den etwas teureren, schnellen Zug nehmen will oder lieber eine Stunde auf den Bummler wartet … Taktfahrplan gibts natürlich nicht, dafür empfehlen einem alle Angestellten einen anderen Zug … Die Fahrt hingegen ist sehr aufregend. Es ist ja schon recht seltsam, am Karfreitag im Zug der Küste entlang and Feriensiedlungen vorbei zu fahren — aber jetzt dort zu wohnen ist komplett irritierend.

Kathedrale von Tarragona

Wahrscheinlich sind in Tarragona die Traditionen lebendiger, weil es weniger von Migrant*Innen und Tourist*Innen überschwemmt ist. Am Nachmittag marschierten Legionäre durch die Stadt mit römischen Wurzeln, Laienbrüder und Schwestern trugen Skulpturen zur Passion durch die Gegend, alles begleitet von Trommeln, Pauken und Blasmusik. Dudelsack und Kapuzen inbegriffen. Beim Einnachten wurden die Gruppen mit Fackeln ausgerüstet und zu einem Umzug organisiert. Asterix beim Klan im Mittelalter-Kino 😉

Samstag haben wir dann unsere eigene kleine Passionsprozession abgehalten, [x] baden im Meer. Wenn man mal drin ist, schon ganz schön 🙂 Und heute mussten wir dann auch noch ein wenig suchen und zwar nach dem typischen Osterkuchen, der eigentlich ein Dreikönigskuchen mit sichtbarem Osterei statt verstecktem König ist, und zwar weil die Bäckereien plötzlich vor unserer Nase geschlossen wurden, während wir noch ein wenig spazieren wollten 🙂

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