Retraiten

by

Es war ein Monat ohne Handy (und ohne es zu vermissen), am Arsch der Welt (ohne sie zu vermissen) … Fertig brav anstehen. Fertig Strebergärten mit nur England-Fahnen. Fertig Unterwasser Yoga für Schwangere! Wieder Basketball statt Nordic Walking! Dafür ein ergrauter, bärtiger Regenbogen-Vater der am Telefon irgendeinen DJ von letzter Nacht bespricht — gibt es wohl auch nur auf einem Flug von London nach Barcelona. True story und die Briten haben es sicher auf Band — beim Warten auf die Sicherheitskontrolle zählte ich ein Duzend Kameras gleichzeitig …

Ich bin nun gut zwei Wochen von Norwich weg. Und was für zwei Wochen. Erst hat sich das ganze Labor in die Pyrenäen zurück gezogen, zum Raften, Wandern und Pflanzen grillieren. Leider war wieder Nordwind in Organya, so mussten wir halt in den Wasserfällen baden gehen, statt auch noch zu fliegen.

Dann war ein Lunch-to-Lunch-Meeting in Bern. Ein Kollege blieb auch noch ein paar Tage und so haben wir uns durch viele gute Biere getrunken (am Konferenzdiner gab es nur das leider Übliche — hatte entsprechend ein Image zu korrigieren) und Käse gegessen. Wir sind dann noch gegen das Schilthorn gerannt (also eigentlich er und ich hinten drein geschnoppst), waren in der halben Zeit vom Wegweiser bei der Schilthornhütte und haben kurz vor dem Gipfel umgedreht, weil man im Schnee und Nebel weder den Weg, noch das Panorama gesehen hatte. Gegen das Wochenende wurde das Wetter wunderbar und Xavi musste zurück (dafür gab es für mich eine mittlere Erkältung und paar Runs über dem Brienzersee 😉 ). War viel zu kurz die Zeit zuhause …

Jetzt hoffe ich eigentlich auf ein bisschen ruhigere Zeiten in Barcelona. Unterdessen füllen sich die Strassen mehr und mehr und auf der Arbeit hat das HR Departement einen neuen Kopf, dessen „mission is to build up a strategic HR Department, becoming a reference of excellence to all the organization.“ 😀 Neustes Muster aus der Abteilung: „Please, I appreciate you must confirm me your attendance.“ Für das Welcome-Meeting wo ich vor Monaten war. Voll auf Kurs. Dann hing noch für ein paar Tage eine Katalonien-Fahne hinter dem Rednerpult im grossen Saal … Und einer vom Institut hat seine Solidarität mit Protesten gegen die Räumung eines besetzten Hauses mit vielen kulturellen Angeboten für die Bevölkerung mit einem „Gringos gegen Polizeigewalt“-Schild bekundet. Er wurde innert Sekunden nach dem Aussteigen aus dem Taxi mit Gummischrot vertrieben. Dafür ist er jetzt auf Twitter berühmt.

Ausserdem habe ich mit Copy & Paste Typos in einem akzeptierten Entwurf für gröbere Stimmungsschwankungen in Basel gesorgt. Trotzdem sollte der Bericht Mittwoch um fünf erscheinen *tock tock*. Dafür geht es mit meinem Spanisch little by little aufwärts. So ist mir gestern aufgegangen, dass de Malta wohl aus Malz heisst — und ich glaubte immer, dass hier alles Bier von Malta komme …

Advertisements

Schlagwörter: , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: