Nackte Tatsachen

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Unterdessen wird es ziemlich Sommer. So fest, dass unser japanischer Postdoc seinen Blick nicht mehr von den barbusigen Badenixen abwenden kann (da würde zuhause die Polizei kommen) und deswegen Streit mit seiner Frau hatte.

Und ich habe mit einem exhibitionistischen Penner Bekanntschaft gemacht. Ich war gerade mit dem Handy am durch die Stadt navigieren, da hat er mich gefragt, ob ich ein Foto von ihm machen könnte. Seine Hose war schon auffällig kurz, aber ich war dermassen mit auf meine Wertsachen aufpassen beschäftigt, dass ich so ohne Brille erst gar nicht gesehen habe, dass da unten was hervor lugt, wenn er sich neben den Bankomaten gesetzt hat … Und ich war mir eigentlich sicher, dass solche Erfahrungen hübschen Mädchen vorbehalten sind!

Apropos Tatsachen, wieso finden sich dermassen viele Verschwörungstheoretiker unter den Gleitschirmpiloten? Dieses Wochenende in Organya, da war so einer. Hat gar nicht erst Zeit mit 9/11-Geschichten oder so verschwendet, sondern kam direkt mit schwererster Kost wie AIDS-Lüge, Hohlerde und Fluoriden, die unsere Lebenserwartung auf 45 Jahre gesenkt haben! Immerhin hatte er drei nette Kampfhunde dabei. Der Bull Terrier war sehr verspielt und sehr geduldig. Er hat sich immer den grössten Stock gesucht und wollte darum zanken oder ihn sich schmeissen lassen. Wenn man ihm einen zweiten geschmissen hat, war er für Minuten überfordert, weil nicht beide in seiner riesigen Schnauze Platz hatten 😀

Es war ein Brückenwochenende wegen einem Feiertag gestern, da lohnt es sich auch mit dem Bus nach Organya zu fahren. Dass er überall und nicht irgendwo auf der Schnellstrasse am Dorfrand anhält, sondern auch wenn da eigentlich gar kein Platz für einen grossen Bus ist mitten rein fährt, ist zwar eher hart für die Nerven. Item, am Vorabend zu San Juan wird gefeuerwerkt. Am Strand von Barcelona habe Krieg geherrscht; mein Mitbewohner ging nach Hause, als ganze Batterien in die Menschenmassen gefeuert wurden. In Organya war es gemütlicher, ein Feuer auf der Kreuzung mitten drin und viele Knallfrösche. Einer aus der Bar ist von Nebengebäude abgeprallt und mitten in unserer Runde gelandet. Eine hat zettermordio in die Gegend geflucht, so dass uns zur Entschuldigung Cava und eine ganze Handvoll Knallfrösche gebracht wurden 😉

Viele alte Freunde waren dort und ein paar neue hat es auch gegeben. Besonders gefreut hat mich ein Neuseeländer, den ich mitten in der vorletzten Runde Berufswahl-Stress in Mürren kennengelernt habe. Sie waren etwas verkatert und sind nicht soo lange geflogen, aber haben mich begrilliert und beherbergt. Ihren entspannten Lebenswandel war genau das, was ich in dieser Situation nötig hatte 🙂

Weniger gefreut hat mich, dass jemand mein im quasi leeren, abgelegenen Camping auf der hintersten Toilette eingestecktes Telefon morgens in aller Frühe hat mitgehen lassen …

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