Nächster Halt Poble Sec

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Nun die Dusche in der Altstadt hatte zwar warmes Wasser, dafür hat es im Zimmer daneben geschimmelt. Dem „Flicken“ fiel dann der Charm der rosa Plättchen ziemlich zum Opfer, völlig unpassende weisse wurden rein gekleistert. Kleister überall, nur nicht in den Fugen, so dass dann halt beim Nachbarn unten aus der Decke getropft hat …

Wir sind jetzt nach Poble Sec, am Fuss des kleinen Hausbergs Monjuic, gezogen. Ein gemütliches Wohnquartier, da wird man gegrüsst wenn man einen Supermarkt betritt und in den kleinen Pakishops sind Hometrainer statt Aufpassern wird man irgendwann gefragt ob man Hilfe brauchen könne 🙂 Die neue Wohnung hat nun sogar in der Küche warmes Wasser 🙂 Die Wohnung gehört einer Arbeitskollegin, die nun Kinder hat und in eine grössere gezogen ist; der Klassiker hier. Auch ein Klassiker ist die ganze Tupperware, Mittagessen zur Arbeit mitnehmen tun hier sogar Müllmänner und in der Wohnung hat es davon sicher mehr als normales Geschir.

Keine jede Woche wechselnden (und meist nervenden) AirBnB-Nachbarn mehr (Ostermorgen: „Honeyyyy, did you find the screws?“ 😀 )  dafür eine arabische Mamma, deren Essen im Treppenhaus immer unglaublich lecker riecht (und die manchmal beim Frühstück mit ihrem Sohn schimpfen muss). Keine Kakerlaken, dafür kam ein Jäger zu Besuch (und Fliegen …). Keine Glocken mehr, dafür ein wenig Verkehr. Leider auch keine riesige Terrasse mehr, dafür französische Fenster (das sind die bis zum Boden) mit einem kleinen Balkon davor (Roucherschämieggeli). Dafür werden uns hier wohl nicht mehr die Wäscheklämmerli geklaut …

… und wir haben auch einen günstigen, einfachen Parkplatz für das zurückgekehrte Auto 🙂 Es geht ihm besser den je, mit dem neuen Turbo und frisch getunt hat es nochmal zehn Prozent mehr PS. Vorher hatten wir auf dem Monjuic parkiert und als wir es für die Tiefgarage abholten waren vielleicht fünfzig Meter unterhalb mehrere Wagen mit eingeschlagenen Scheiben hintereinander …

Passend  zu dieser Auferstehung sind wir Karfreitag mit meinen Eltern und Grossmutter nach Girona gefahren. Nette Altstadt, mit grossen jüdischem Viertel und bisschen Ruinen auf dem Hügel. Vielleicht etwas zusammen gewürftelt. Karfreitag prozessiert dort der Klan auch. Aber im Gegensatz zu Tarragona lassen die die Beleuchtung brennen und haben künstliche Lichter für die Statuen. Dafür haben wir Ostermontag in Sitges noch Caramelles gesehen, Männer jeden Alters, die von Tür zu Tür gehen und Osterlieder singen und Esswaren verteilen. Manche wie traditionelle Bauern verkleidet, Passanten stellen sich spontan dazu. Sternsingen verkehrt herum 🙂 Ausserdem wurden wir in dieser Begleitung in Barcelona nicht mehr von den „Beer? Cerveza? Hashish? Coke?“ Leuten angesprochen, dafür hatte mein Vater plötzlich Dreck auf der Jacke und ein freundlicher Herr wollte sofort putzen helfen 😉

Item, heute morgen habe ich also noch wegen dem Strom rumtelefonieren müssen. Habe auf die Katalanische Nummer angerufen, dann doch gefragt ob die Englisch können. „You want to speak english? One moment please.“ Fünf Minuten später „I am sorry, no one here speaks english“. Chrmpf. Also sage ich auf Katalanisch was ich will, aber die blöde Kuh antwortet natürlich Spanisch, ich versteh kein Wort, was ein Desaster. Dann ist mal eine riesen Schaumlawine aus der Waschmaschine getreten (der Deckel ist halt abgebrochen — jetzt stehen zwanzig Liter Wasser drauf …) und als ich das geputzt hatte, auf meiner dritten Fahrt mit dem Velo-Sharing hat es mich sowas von verschiffet …

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