Mallorca

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Am letzten Dienstag im August nach der Arbeit gingen wir also zum alten Hafen von Barcelona (der sei besser ausgerüstet und günstiger, als der olympische) und setzen Segel. 18 Stunden später sah uns die Prognose in Mallorca. Leider hatte der Wind einen Tag Verspätung. Die Buna Luna hat einen elektrischen Motor, gibt keine Sauerei und hat viel Schub, dafür recht wenig Reichweite, vorallem ohne Solarstrom.  Wir strömten mitten in der Nacht erstmal wieder heimwärts. Man könnte meinen dass dies wenigstens meinem Magen zu Gute kam, aber nur ganz ohne Geschwindigkeit kann man Wellen in vollen Zügen geniessen. So habe ich auf immer ein bisschen Essen und Tabletten setzend Richtung Malle detoxt.

Dafür hatten wir viel Zeit für Viecher. Ein recht grosser Rundkopfdelfin schwamm und sprang mitten in der Nacht ein paar Minuten direkt neben uns her. Durch den Mittwoch kam dann langsam etwas Wind auf und wir düsten durch Horden springender Thunfische und Schuppenwolken, die ihre Jagd produziert. Sie haben sich auch für unseren Köder interessiert, aber anbeissen wollten sie dann doch nicht …

So sind wir etwas später als geplant statt die malerische Nordküste ab zu segeln direkt zum Hafen von Andratx gefahren. Ein furchtbarer Ort. Hat einen Panoramaweg, man sieht aber kaum zwischen den leeren Villen raus. Wir haben sicher eine Stunde gesucht, bis wir ein Restaurant gefunden hatten das nicht nur Pizza und Pasta serviert. Es hatte natürlich bäumig Platz und Essen und Trinken waren wunderbar.

Freitag Tag fuhren wir etwas der Küste entlang und haben in einer recht hübschen Bucht Schlange gestanden, bis wir dann Abends etwas geschützt ankern konnten, zum Grillieren und Fisch essen und Pennen. Samstag hatten wir Rückenwind und waren bald in der Bucht von Palma um Fränzis Eltern ab zu holen. Dort haben wir etliche volle Häfen angefunkt, bis einer nicht geantwortet hat und dort sind wir einfach rein und haben uns den letzten Platz geschnappt. Direkt am Ballermann und so kam Ste ziemlich bald zu ihrem Kübel Bier 😀

Item, ich reagiere jetzt noch ein bisschen allergischer wenn jemand findet Barcelona habe zuviele Touristen. Oder wenn jemand aus den Ferien von „den Touristen“ erzählt. Dabei kriegen wir hauptsächlich friedliche und kulturinteressierte Touristen ab — Jungfraubräu ist nun gefiltert weil es sonst die Gäste in Interlaken nicht trinken … Wir hatten letzte Woche sogar eine Aufforderung Nachbarn wegen illegalen Airbnbs zu verpetzen im Briefkasten. Von der Stadt, für einmal nur katalanisch. Vielleicht sollte ich die Nachbarn mit ihren lauten Festen melden, oder alle mit kläffendem Köter … Die sind zwar sicher alle von hier, aber sie hätten es verdient und die Stadt auch 🙂

Palma selber ist aber sehr schön. Ein ehemaliger Arbeitskollege von dort hat uns ein hervorragendes Restaurant empfohlen, glaube die haben noch nie Leute soviel essen sehen. Beim zweiten Anlauf haben wir dann auch noch eine angenehme Weinbar gefunden, der von der Intellektuellen wollte uns irgendwie nicht bedienen. Wir haben dann auch jede Menge Sobrasada, mallorkinische Streichwurst, und Ensaimada und anderes Gebäck importiert. Sie sprechen übrigens auch Katalanisch auf Mallorca, aber nur unter sich, es gilt irgendwie als nicht so fein. Und man sieht keine Separatisten Fahnen, nur Antifa-Graffiti.

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