Archive for the ‘Kosovo’ Category

Skopje

Juli 19, 2008

Gestern morgen hat die Dame von der Reception geklopft, um zu fragen ob ich denn diese Nacht auch bezahlt hätte und es mir dann doch nicht zu glauben … Statt diskret nach zu sehen liess sie mich sp¨ter beim Checkout noch auf ihren Chef warten, der es Minuten später in ihrem Buch tatsächlich entdecken konnte … Als sie auch noch Geld wollten, um meinen Rucksack knapp eine Stunde länger als die Checkout-Zeit auf zu bewahren hatte ich die Nase gestrichen voll und fuhr mit dem nächsten Bus nach Skopje. Aber eigentlich war es eine gute Unterkunft, wenn man auf warmes Wasser verzichten kann („in einer halben Stunde“ 😀 ) und keine Probleme damit hat, dass einem jemand rauchend das Bett macht … Da Serbien Kosovo zwar nicht anerkennt, aber auch keinen eigenen Zoll hat bin ich eigentlich illegal ausgereist und habe keinen Exit-Stempel im Pass.
Das historische Mazedonien lag in Mazedonien, Bulgarien und hautpsächlich Griechenland. Weil auch eine griechische Provinz den Namen trägt sind diese sauer auf ihre nördlichen Nachbarn und haben deren Eintritt in die NATO verhindert. Danach gehörte Mazedonien abwechselnd zu Byzanz und Bulgarien. Später wurde es osmanisch und die ansässigen Albaner wurden grossteils Muslime. Zur selben Zeit kamen die ersten Roma aus dem Norden Indiens in der Region an. In den ersten Kriegen im Balkan gegen die Türken war Mazedonien Schlachtfeld und wurde danach zwischen Griechenland und Serbien aufgeteilt. Mazedonien war danach nach Kosovo ärmste Region Jugoslaviens und wurde 1992 als einzige Provinz unblutig unabhängig und pflegt nach wie vor gute Beziehungen zu Serbien. Viele Serben und Bosniaken sehen Mazedonien als heile Welt, aber auch hier schwelgt der Konfligt mit der ständig wachsenden albanischen Minderheit, die in rund 30 Jahren gleich gross sein wird. Angeblich gibt es in Skopje Mittelschulen, deren Schüler-, Lehrerschaft und Namen in einer stündigen Mittagspause komplett ausgewechselt werden …
Skopje ist eine gute Zusamenfassung meiner bisherigen Reise: Hügel mit Befestigung, Hügel mit Kreuz, alte Brücke zwischen osmanische Moscheen mit Basar und moderne Fussgänger Zone, Hamame (jetzt Kunstausstellungen), Karawansereien, albanische Flaggen und Mutter Theresa-Statue, Kyrillisch, vereinzelt UN-Wagen, kommunistische Architekturkunst und etwas Zerstörung, wenn auch ungewohnt durch ein Erdbeben. Die Skopjer meinen ihr National Theater sei wie das Opernhaus von Sidney, einfach mit Ecken 🙂 Man kann sich auch ein Snowboard kaufen, bei gut dreissig Grad selbst jetzt am Abend und sieht viel weniger Heimkehrer, dafür mehr Touristen.
Das Scherben- und Klamottenmuseeum ist eidrücklich, man kann ewig durch Epochen und Regionen spazieren. Ausserdem ist der Teil mit den Ikonen auf angenehme 27 Grad runter gekühlt. Wichtigstes Ausstellungsstück ist ein byzantinischer Krug mit Penis-förmigem Ausguss. Ich konnte erst beim Verlassen ein Ticket erstehen, der Verkäfer war gerade in Pause und hat nichtmal von seinem Rennspiel aufgesehen, als ich eingetretten bin. Überhaupt hat der Kommunismus seine Spuren hinterlassen, der Staatsapperat sei extrem aufgebläht und die Leute nicht nach Fähigkeit sondern nach ethnischer Herkunft ausgewählt worden. Die Leute an der Reception der Jugendherberge (an einer Strasse namens Prolet 😀 ) sind zwar freundlich und hilfsbereit, aber sie denken keinen Millimeter mit. Das Ticket fürs Frühstück musste ich extra nochmal zurück abholen gehen und den Studentenausweis haben sie eingesackt, obwohl es fast überall in der Stadt Ermässigungen gäbe. Rechnungen in Restaurants und Ampeln lassen sich hier auch ewig Zeit 🙂
Gegen Abend fuhr ich in den Vorort Sutka raus, mit 40`000 Einwohnern die grösste Roma Siedlung Europas. Dort sind kleine Hütten bis grössere Villen angesagt statt Plattenlöcke. Mit dem Reiseführer in der Hand wurde ich für einen Missionaren gehalten. Davon scheints dort einige zu haben, hatte ich den Eindruck … Die Leute leben mehr in den Vorgärten und auf der Strasse, überall sind improvisierte Wäscheleinen und auch mal ein Fuhrwerk, eine Hochzeit oder eine Frau mit Kopftuch am freizügige Abendkleider verkaufen. Es ist einfach etwas bunter, dreckiger und lauter 🙂 Alle Männer sind tättowiert. Leider war der Markt schon menschenleer, als ich kurz nach vier ankam. Auch die Altstadt ist ziemlich tot, angeblich seit die Albaner übernommen haben, früher waren dort die Kaffees rund um die Uhr offen. Das hat nun sogar die UNO bemerkt und ein Projekt zur Wiederbelebung gestartet. Die Leute sind aber auch hier abends draussen, ist ein wenig wie in Bern während der EM 🙂

Prizren

Juli 17, 2008

Heute habe ich einen Ausflug nach Prizren gemacht. Habe von gestern gelernt und bin gleich für den zweiten Bus gegangen. Der fuhr dann halt auch nicht und ich musste wieder warten … Vorwärts kommen sie auch nicht, schon Ausgangs Station wird für die ersten angehalten.
Prizren war auch mal Hauptstadt vom serbischen Reich und hat noch immer eine kleine, aber nette osmanische Altstadt, mit einem Silberschmied „Ramadan“, einem alten Hamam und der Sinan Pascha Moschee, die gerade renoviert wird und voller Gerüste ist. Im Eingang hängt eine Übersetzung des Verdikts von Sultan Mehmet II, das die Franziskaner willkommen heisst, solange sie gehorchen. Die UNO renoviert auch ettliche orthodoxe Kirchen. Sie wurden 2004 komplett verwüstet, wie das serbische Quartier am Hügel gleich hinter der Altstadt. Auf dem Hügel hatten schon die Römer eine Befestigung, dann die Serben, Türken und die KFOR. Der Weg geht entlang vieler Ruinen und Stacheldraht, aber die Aussicht ist gut.

Prizren

Hier gibts vorallem deutsche KFOR Soldaten, aber auch Italiener, Österreicher, Schweizer und Türken. Sie haben das bessere Los gezogen, als die Italiener in Peja. Mit paar Geländewagen in die Altstadt brausen, etwas patroullieren, in einem schicken Strassenkaffee etwas trinken gehen und wieder zurück ins Camp Casablanca …
Nachmittag war ich mit Prizren durch und habe mich dann auf Empfehlung eines deutschen KFOR-Soldaten via Internet nach Gjarkova auf gemacht. Dieses Städtchen hats nicht in den Lonely Planet Western Balkans geschafft, aber hat eine schmucke osmanische Altstadt, mit unzähligen Lädeli und Wohnhäsern wo man nur weisse Wände sieht. Ich hab sie erst nicht gefunden und dann einen mit deutschem Kennzeichen gefragt. Sein Kollege hat mich gleich hingestellt. Auf dem Rückweg sind sie fast bis zum Flughafen von Pristina raus gestanden, wohl rund 10 km, und wir haben einen kleinen Umweg durch Industrie- und Landwirtschaftsgebiet gemacht.
Die Kosov@ Post weiss noch mehr zu berichten. Im Kosovo kommen rund fünf Neugeborene auf jeden Toten und davon sterben fast fünf Prozent. Damit ist Kosovo in Sachen Kindersterblichkeit als letztes Europäisches Land auf Platz 144 zwischen Osttimor und Eritrea und für die Mütter siehts auch nicht viel besser aus.

Peja

Juli 16, 2008

Gestern Nachmittag habe ich das Kloster von Gracanica besucht. Liegt in einer serbischen Enklave, gekrönt mit einem serbisch beflaggten Palett Backsteine … Hin kommt man mit dem Bus, man darf einfach nicht damit rechnen dass einem der Fahrer oder der Kontrolleur auf die Haltestelle aufmerksam macht. Auch am Busbahnhof findet man eher irgendwelche Albanienfahnen als eine Information. Zum Glück findet einem die Information, wenn man genügend verloren aus der Wäsche schaut. Viele Buse hier und im Norden Serbiens kommen übrigens aus der Schweiz, viele davon haben noch die Postauto-Farben. Die Kirche dort ist ebenfalls aus Backsteinen und hat im Innern tolle, dunkle, einigermassen erhaltene Fresken aus dem vierzehnten Jahrhundert. Ich wurde von einer alten, nicht gerade freundlichen Nonne gleich wieder rausgeschmissen, sie musste weg und kam paar Minuten später zurück und ich durfte rein.
Heute fuhr ich nach Peja. Es war windig und bewölkt — viel angenehmer 🙂 Den ersten Bus um sieben gabs nicht, dafür wäre abends wohl noch einer nach dem letzten auf dem Fahrplan gefahren. Der Weg ist gesämt von UCK-Monumenten, unterbrochen nur durch eine zerstörte Kirche. Peja liegt in richtigen Bergen und es gibt einen halbwegs orientalischen Basar, seit neustem Autofrei. Ausserdem ist Peja für sein Wasser bekannt und ich muss zugeben, es schmeckt wirklich nach verdammt wenig.
Daneben gibt es Kloster ausserhalb der Stadt. Morgens fuhr ich nach Decani raus, den Weg vom Dorf zum Kloster hat mir ein Parkwächter der UNO auf Deutsch erklährt, nicht ohne zu sagen wie schön es ist, dass ich Kosovo besuche. Nach dem ersten Checkpoint hörte ich Leute hinter mir her rennen, drehte mich um und sah ein paar einrostende italienische SoldateInnen beim Joggen 😀 Dort musste ich eine halbe Stunde warten, bis mich die italienischen KFOR-Soldaten rein liessen. Warten musste ich auf der anderen Strassenseite, für Gründe reichte das Engllisch dieser Italiener nicht. Wunderschöne Kirche, schön gelegen und darum wird eine riesige Stacheldraht-Mauer gebaut.
Wieder in Peja habe ich einen Herrn gefragt, wo das Zentrum sei. Er hat lange in Solothurn gearbeitet, ist nun pensioniert und hat mir gleich die Stadt gezeigt und mich zum Essen (viel gebratenes Tier, wenig Salat und Brot 🙂 ) eingeladen. Er war nicht der erste, der sich im Stil von „wie gefällt ihnen hier im Schweiz“ versprochen hat 🙂 ch hätte auch bei ihm im Dorf übernachten können. Dort seien alle katholisch. Dass es die hier auch noch gibt wusste weder Lonely Planet, noch die KFOR-Mannen, die ich gefragt habe. Die wissen auch nicht wo Buse fahren und sehen nichts von der Region. Sechs Stunden täglich während sechs Monaten den selben Checkpoint, sonst kriegen die nicht gerade viel zu sehen.
Nachmittag wollte ich das Patriarchat von Pec (Peja in Serbisch) besuchen. Mein Reiseleiter wollte mir ein Taxi nach Decani organisieren. Dass es neben Decani noch das Patriarchat gibt konnte ich ihm nicht beibringen und so war es an der Zeit, mich richtung Internet-Kaffee zu verabschieden, wo ich mich mit Hilfe von UNESCO-Koordinaten und Google-Maps schnell überzeugen konnte, dass es wirklich zwei Paar Schuhe sind. Der Betreiber des Kaffees hat mir gleich eine Karte gezeichnet, obwohl der Weg kurz und nicht zu verfehlen war.
Dort musste ich eine geschlagene Stunde warten, irgendein Topshot mit Helikopter war zu Besuch. Pass und Kamera musste ich abgeben (hab ich mich nackt gefühlt … ups, das gibt Google-Hits), darfür bekam ich den KFOR Passport Mission Aquila oder so number one 🙂 Dort sind drei oder vier Kirchen unter einem Dach zu sehen, mit schönen Fresken und Altaren. Sehr gemütlich gelegen, am Ausgang einer Schlucht. Auch Weltkulturguterbe, wie die oberen beiden. Bei der Mauer hier fehlt nur noch der Stacheldraht. Etwas weiter hinten kann man runter zum Fluss und etwas trinken. Bis auf Zikaden und Musik wie zuhause 🙂
Zum Glück hatte ich The Kosov@ Post dabei, um mir die Zeit um die Ohren zu schlagen. Eigentlich sollten Reiseführer für Kosovo (und Afrika) Sudokus drin haben oder zumindest die Checkpoints … Dort steht auch noch drin, dass vor zehn Jahren keine Gemeinde im Kosovo gefunden werden konnte, um fünfhundert Zigeuner unter zu bringen. Sie wurden kurzerhand auf dem Sondermüll deponiert und schreiben seither mit neuen Bleihöchstwerten Medizin-Geschichte. Nun untersucht eine kosovarische Kommission die Rolle der UNMIK, die in der Zeit zehntausende Albaner und Serben evakuieren und somit retten konnte. Die UNMIK ist jedoch weitgehend imun und die Zigeuner leben immer noch dort … Wo im Kosovo wird eigentlich die neu gesprochene EU-Milliarde investiert?

Pristina

Juli 15, 2008

In den Kosovo zu kommen war kein Problem, musste mich nicht mal ausweisen. Im Grenzgebiet ist alles voller Flaggen, der Gipfel war die Albanien-Fahne auf einem Palett Backsteine … Wären nicht die unzähligen KFOR-Posten, wo pakistanische, afrikanische und europäische Soldaten Seite an Seite stehen, müsste man definitiv den Glauben an die Menschheit verlieren. Gegen Pristina wird es besser, es dominieren nicht mehr die nationalistischen Flaggen, vermehrt sieht man auch die Fahnen von Kosovo, Amerika und der Nato.
Gestern war saumässig heiss. Habe mich mal wieder entschieden zu Fuss in die Stadt zu gehen, sah nicht sehr weitläufig aus. Zum Glück bin ich nicht mit dem Flugzeug angereist und musste beim Packen keinerlei Vernunft walten lassen und mich nichtmal auf das exorbitant schwere Stativ beschränken, konnte gleich auch noch ein Zelt mit nehmen. Hab dann statt dem Bulevard Bil Klinton irgendwas anderes erwischt und die Herberge lag auch noch auf einem Hügel und schwer zu finden …
Aber eigentlich ist es wirklich nicht allzu weitläfig und gemütlich. Die Kosovaren sind freundlich und hilfsbereit, Deutsch oder Englisch klappt gut. Ausserdem sind sie offensichtlich kinderliebend, der Kellner in meiner Stammbeiz in der brandneuen Fussgängerzone hat sich trotz Stosszeit viel Zeit gelassen, um ein kleines Kind ein wenig zum zu tragen und ihm ein zu Eis machen. Man sieht den Wagen an, dass die Dispora und Hilfswerke Devisen rein bringen, erstaunlicherweise sind die Preise trotzdem recht tief. Die Löhne auch und vielleicht liegt die Erklährung für die fehlenden schrottreifen Wagen mehr dort … Schliesslich sieht man auch recht viele bettelnde Kinder und Alte. Angehalten wird übrigens nur für hübsche Frauen oder ausnahmsweise ältere Leute. Entgegen allen Erwartungen sind die Strassen auch nicht voll BMWs und Trainerhosen 🙂
In Pristina gibt es ausser eindrücklichen UN-Fuhrparks und UNMIK-Administration nicht viel zu sehen. Es ist sozusagen mein Basislager, um die umliegenden Attraktionen zu besuchen. Im Zentrum steht ein Einkaufszentrum, heisst etwas mit Jugend und Sport und wird vom Bild eines UCK-Kommandanten geziert. Daneben ist die amerikanische Schule, mit Neonlettern, welche die Farbe wechseln und einer kleinen Sternwartenkuppel.

Gebäude der UNMIK

Erst wollte ich ins Humanitarian Community Information Center, aber niemand weiss wo die hin sind und dann ins Kosovo Museeum, aber das war geschlossen und ich bin in der Forstagentur gelandet. Dort trat gerade der Nachtwächter seine Schicht an, er war früher in Deutschland und meinte, er kenne den Nachtwächter des Museeums, er würde mit ihm sprechen, dass ich das Museeum abends um halb sieben besuchen könne. Der Forstengeneur hat mich dann eingeladen und wir haben zusammen den Feierabend verbracht. Er war in Tirana und Belgrad, lebt mit drei Freunden zusammen in einer WG, Serben und Albaner zusammen. War heute im Museeum, schön eingerichtet, aber klassisches Scherbenmuseeum. Ein Teil der Ausstellung scheint in Belgrad fest zu stecken.
Es folgt mein Versuch, die bewegte Geschichte dieser Region zusammen zu fassen: In der Antike lebten hier die Dardanen, ein illyrisches Volk. Die Albaner verstehen sich als Nachkommen dieses Stammes und ihre Sprache ist die letzte auf dem Illyrischen basierende. Aus ihren Reihen gingen nach Querellen mit Slaven Kaiser vom christlichen Byzanz hervor. Dann war es Zentrum des serbischen Königreich und wurde mit ihm von den Osmanen erobert. Unter der Herrschaft der Türken rückten islamisierte Albaner den verlassenden Serben nach, wobei sich auch Mönche in die Berge Kosovos zurück zogen. Ihre Kloster sind heute auf der roten Liste der gefährdeten Weltkulturguterbe. Im zweiten Weltkrieg war Kosovo Teil Albaniens (das wiederum italienisch war), nachher hat es zu Jugoslavien gehört.
Unter Milosevic gab es keine albanischen Schulen und kaum albanische Beamten und die Rückerlangung der Autonomie wurde 1995 in Dayton ausgeklammert, obwohl die kinderreichen Kosovo-Albaner mittlerweilen 88% der Bevölkerung ausmachen. Es kam zu Kämpfen zwischen serbiens Militär und der UCK und Flüchtlingswellen. Um eine humanitäre Katastrophe ab zu wenden hat die NATO 1999 strategische Ziele in Serbien bombardiert, unter anderem eine Brücke in Varvarin. Die fünfzehn Toten wurden zu Märtyrern. Kosovo wurde besetzt und ist seither ein UN-Protektorat. Seither kehrten viele zurück oder wurden abgeschoben. 2004 konnte die NATO eine neue Welle der Gewalt gegen die verbliebenen Serben und Zigeneuer nicht verhindern. Im letzten Februar hat das kosovarische Parlament die Unabhängigkeit erklährt — sofern man etwas erklähren kann, wenn auf eine kosovarische Polizeipatrouille vielleicht fünf UN-Fahrzeuge kommen … Der serbische Norden hat darauf ein eigenes Parlament gegründet und der Status von Kosovo ist nach wie vor umstritten.
Ich hatte noch nie derart das Gefühl wie hier, dass sich die Geschichte einfältig wiederholt und dann hört man sogar Serben oder Kosovoalbaner aus der Schweiz sagen, sie verstünden dass die Türken die Kurden unterdrücken, schliesslich wollen die ihr Land kaputt machen …