Archive for the ‘Thailand’ Category

Ayutthaya

Juli 30, 2006

Gestern haben wir uns in Ayutthaya Velos gemietet und einen Tempel um den anderen abgeklappert. Da wir den Reiseführer im Hotel gelassen hatten, mussten wir uns mit recht üblen Kopien abmühen. Wir waren in erster Linie auf der Suche nach dem grossen königlichen Palast, der sich nach stundenlangem Suchen als kaum Kniehohe Ruine entpupt hat. Ausserdem haben wir uns etwas Engländer-Bräune und einen Wolf eingefangen.
Heute morgen vor fünf schlichen wir uns durch mehrere Schlafwagen voller schlafender Thais, um zu erfahren, dass der Kopf des Zuges kaputt sei und wir den nächsten nehmen müssen. Kurz nach acht bestiegen wir in Bangkok den Bus nach Kambodscha. Nach ein paar McGuyver-Sessions hatten wir die Klimaanlage mit integrierter Dusche wieder auf Klimaanlage reduziert und auf ein angenehmes Niveau gedrosselt. Auch auf dieser Fahrt haben die aufblasbaren Kissen ihre Feuertaufe erfolgreich absolviert und ein werfender Sitznachbar hatte fast eine Kettenreaktion provoziert.
Nach der Grenze wurden wir von Bettlern, einer Müllhalde und vielen Kasinos in Empfang genommen. Danach ging es sechs Stunden durch wunderschöne Reisfelder über eine höchstwahrscheinlich einmalige Holperpiste nach Siem Reap, wo wir uns der Einfachheit halber gleich im Hotel der Mutter des Reisebegleiters einquartiert haben.

Erstens kommt es anders …

Juli 28, 2006

Zweitens meistens. Drittens unssert nid. Nachdem wir gestern den Königspalast ausgiebig besichtigt und unsere Anzüge anprobiert hatten, wollten wir uns auf dem Rückweg beim Stadion über anstehende Thai-Boxen informieren. Das hat damit geendet, dass wir zehn Kämpfe später kurz vor Mitternacht wieder beim Hotel waren. Zur Beruhigung aller Eltern, wir haben lediglich zu geschaut 😉
Heute morgen haben wir versucht, eine weitere Nacht im Hotel zu organisieren – was offenbar nicht geklappt hat. Wir sitzen nun zwei Zugstunden nördlich von Bangkok in Ayutthaya und haben Tickets nach Siem Reap (Kambodscha, Stadt neben Angkor Wat) für Sonntag in der Tasche.
Wir werden Thailand also verlassen, bevor wir uns recht eingefunden haben. Immerhin konnten wir uns einige Überlebensstrathegien gegen die an- und aufsässige Touristen-Bescheiss-Industrie aneignen. Ein Gespräch spielt sich normalerweise folgendermassen ab: „Tuk-tuk?“ – „no thank you“, „where are you going?“ – „no thank you“, „where are you from?“ – „no thank you“ – dann ist meistens Schluss. Gehts weiter mit „Kings Palace closed, want go sitting Buddha?“ – „we have been there“, „black Buddha?“ – „we have been there“ und dann gehts weiter zu geöffneten Königspalast. Selbst sieben Meter vor den einströmenden Touristen wollte uns ein besonders dreister Chauffeur weiss machen, es sei geschlossen. Ausserdem lohnt es sich, auf der Gegenverkehrsseite zu gehen, dann halten weniger Taxis.

Bangkok, erster Eindruck

Juli 26, 2006

Nach zwölf Stunden angenehmem Flug mit Emirates (mehrgängige Mahlzeit, Multiplayer-Yazee, Family Guy und Zwischenstopp in Dubai, wo es statt Kamelkebab Lamborginis und 1001-Nacht gab) haben wir uns ohne Zwischenfälle in unserer Absteige eingefunden. Hitze und Verkehr sind erträtglicher als erwartet. Es ist jedoch etwas eigen, zwischen Bau-und Brandruine, neben Tempel und Vergnügungsstrasse im Pool zu plantschen.
Heute morgen sind wir gut erholt und genährrt mit dem Vorsatz Wasser zu holen los gezogen. Nach einem Spaziergang neben Wachposten durch die Universität haben wir uns ein Boot gechartert und liessen uns durch die Kanäle Bangkoks nach Chinatown gondeln. Nach einigen Stunden immer der Menge nach „wuseln“ gab uns ein passierender Student den Tipp nur staatliche (die wenigen mit weissem Nummernschild) Tuk-Tuks (dreirädrige Taxi-Fahrzeuge) zu benutzen. Dies mussten wir gleich ausprobieren und liessen uns für weitere paar Stunden zu den Sehenswürdigkeiten, die uns der Student aufgeschrieben hatte, chauffieren.
Neben ein paar kleinen sitzenden und einem riesigen stehenden Buddha beinhaltete die Liste die Armani-Schneiderei. Nun sind drei massgeschneiderte Anzüge unterwegs und wir wähnen uns nun im Glaube, den Flug bereits reingeholt zu haben. Daneben hat der Fahrer noch einen Schmuckladen ins seine Tour eingebaut und damit sein Trinkgeld verspielt. Zum Glück wurden wir hinausgeworfen, bevor weiterer Schaden entstand.
Da wir immer noch kein Wasser haben, sind wir nach einem weiteren Bad im Pool noch einmal aufgebrochen und imInternetkaffee gelandet. Wir wünschen gute Nacht und machen uns auf den Weg, doch noch irgendwo Wasser zu kaufen.