Archive for the ‘Vietnam’ Category

Nah Trang

August 24, 2006

Vorgestern fuhren wir zurück an die Küste nach Nah Trang, der Strandhauptstadt des Landes. Unterwegs bestellten wir gegrilltes Schwein, haben Rohes erhalten und noch bevor wir uns beschweren konnten, wurde uns ein glühender Minivulkan nach geliefert. Der ganze Bus musste warten, bis wir fertig gegrillt hatten.
Das Meer hier in Nah Trang ist azurblau und ruhig, am Sandstrand stehen Palmen. Gestern zogen wir schweisstriefend durch die Stadt. Abgesehen von einem riesigen Buddha und einer halb asiatischen Cathedrale de Notre Dame gibts nicht viel spektakuläres zu sehen.
Heute liesen wir uns auf einen Vier-Insel-Boot-Trip ein, mit einem Haufen Highlights: kurzes Schnorcheln in einem Riff mit erstaunlich vielen grellen Fischen, Rotwein an einer schwimmenden Bar und als besonderer Leckerbissen eine Boygroup mit Durchschnittsalter 35. Vor allem der Schlagzeuger hat auf Hundenapf und leerem Plastikfass die Herzen der Zuschauer erfolgreich erkesselt. Die Inseln mussten jedoch etwas hinten anstehen.
Morgen abend fahren wir weiter nach Hoi An. Wir gehen jetzt riesige Steaks essen. Des Kochs Postur hat seiner Werbung die nötige Glaubwürdigkeit verliehen.

Lang Biang Mountain und Dalat

August 24, 2006

Nach einer weiteren Sandburg in Mui Ne fuhren wir nach Dalat in die Berge. Am ersten Tag haben wir Velos gemietet und sind im angenehmen Klima die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten abgefahren. Neben den üblichen Pagoden haben wir ein verrücktes Hotel, einen Blumengarten und die Sommerresidenz des letzten Künigs besucht. Viel sehenswerter als der schlichte Palast sind die Horden asiatischer Touristen, die sich ohne Respekt vor Abschrankungen und Verbotsschildern ununterbrochen und überall gegenseitig posierend fotografieren.
Am zweiten Tag haben wir Auto und Fahrer gemietet, um zu den Vulkanen hinter Dalat zu gelangen. Dort haben wir uns den höchsten (~2400m) ausgesucht und sind los gezogen. Zuerst ging es durch Föhrenwald, der auch im Jura stehen könnte. Dann wurde der WAld immer dichter und der Boden lehmiger. Nach zweieinhalt Stunden Aufstieg kommt man aus dem Dschungel raus auf den Gipfel, von wo aus man wunderbare Aussicht hat. Die einzigen Touristen, die wir im Abstieg gekreuzt haben, waren Genfer. Am Nachmittag ging es weiter zum mächtigsten Wasserfall in der Nähe.

Saigon

August 10, 2006

Seit drei Tagen treiben wir uns in Saigon herum. Der erste Eindruck ist, dass Vietnam deutlich mehr als bloss fünf Jahre Vorsprung auf Kambodscha hat. Dann kamen die Heerscharen von Moto-Fahreren, die einem am liebsten die halbe Welt zeigen möchten …
Wir sind durch das Zentrum spaziert, haben das Kunstmuseeum, Märkte un dden Wiedervereinigungspalast besucht. Letzterer war früher Palast des Präsidenten ud ist auffallend luftig und geschmackvoll gehalten. Da der alte Palast einmal bombardiert wurde, lies der Präsident einen grossen, bombensicheren Bunker einbauen. Er wurde aber erschossen, bevor der Palast fertig war. Seine Nachfolger gaben sich die Türklinke in der Hand – der Letzte regierte gerade mal 43 Stunden.
Ansonsten haben wir vorallem die Gräueltaten der amerikanischen Kriegsverbrecher und die Heldentaten der Fallen (bestehend aus zu Stacheln verarbeiteten Blindgängern, Bambusstacheln und Königskobras) stellenden Vietcong gesehen. Heute haben wir die Tunnel von Cu Chi besucht. Sie sind knapp hüfthoch und sicher nicht hüftbreit und entsprechend anstrengend zu durchschreiten. Der Guide wurde nicht müde zu versichern, dass die Umgebung heute völlig frei von Agent Orange sei, aber die spärlich wachsenden, kümmerlichen Bäume mit den verfaulten Blättern haben bei uns einen anderen Eindruck hinterlassen.